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SPEX UND HOPP
ICH BIN DANN MAL RAUS
guido, April 16, 2008 - Abgelegt unter: Pop

Die Spex will anhand der Serie “Lost” den Existenzialismus erklären.

“Stürz ab und werde!”

Sowas schreiben die tatsächlich im neuen Heft.
Und gegen Ende auch noch:

“… Es liegt daher nahe, ‘Lost’ auch als kritischen Kommentar zur chauvinistischen US-Aussenpolitik zu lesen.”

Gefühlte zwei mal im Jahr Dax im Rendevouz mit Nick Cave, überlebte Bands wie Notwist und Portishead auf dem Cover, krude Spielfilme auf der vor Jahren noch als Insel für Videoclips ausgerufenen Abo-DVD und die mit Coke und Dosenwerfen-Flash zugepoppte Website.

“Spex ist am Kiosk so erfolgreich wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr.” (Editorial #313)

Vielleicht kaufen all die Abo-Kündiger ihr Heft neuerdings am Kiosk. Aus alter Verbundenheit mit der Hoffnung auf Besserung.

Ich bin jetzt jedenfalls auch raus.

 

14 Kommentare »

  1. also, ich fand den “lost”-artikel ganz unterhaltsam (ich hab die serie noch nie gesehn, weiß nicht ob das von vor-oder nachteil ist), und auch ansonsten find ich heft, cd, dvd immer sehr brauchbar..
    nicht so marktschreierisch wie die anderen musikmagazine & sprachlich herausfordernd,
    in dieser ganzen schnellen neuen i-welt ein ruhepol..

    ich bin kurz vor dem umzug von spex abonnent geworden, und bleib es vorerst auch.

    die homepage ist aber tatsächlich scheisse,
    –aber die neue funktion von spex als “entschleuniger” verlangt auch nicht nach web, von mir aus können sie die hp ganz dichtmachen..

    Kommentar von plattenkrise, April 16, 2008

  2. wenn ich will kann ich mit lost alles erklären. religion, esoterik, straight edge, suspense, popkultur, 9/11, whatever. es ist nicht mehr ganz so einfach wie früher, als ich mir moby dick oder robinson crusoe nehmen konnte und darin ein zwei philosophische konzepte seiner zeit entdeckt habe und gut wars.

    Kommentar von nico, April 16, 2008

  3. Das mit der Webung auf der Seite ist leider das eine. Wir haben – und so selbstverständlich ist das nicht – ein monatliches Autorenbudget für die Webseite, die Texte bieten wir kostenlos an. Die Werbung deckt leider längst nicht die Kosten, wir arbeiten aber an einer Lösung, die hoffentlich uns als auch die Leser/Besucher zufriedenstellt.

    Was an Max’ Anmerkungen zu den Verkaufszahlen so verwerflich sein soll verstehe ich nun aber gar nicht. Ein Blick in die IVW-Zahlen genügt ja, auch was die Abonnenten angeht.

    Interessant wäre nun aber auch zu wissen, welche Erkenntnisse man sonst so an Lost gewinnen könnte, außer, dass eine Gruppe Menschen auf einer Insel gestrandet ist. Gegenvorschläge? Wenn ich Nicos Kommentar so lese, dann komme ich zum Schluss: warum überhaupt noch über ein Thema nachdenken, man kann “eh alles mit allem erklären”. Also doch nur vor dem Fernseher sitzen und konsumieren. Nu denn…

    Kommentar von Walter, April 17, 2008

  4. nicos kommentar meint nur dass es natürlich okay ist den existenzialismus in lost zu suchen, dass es aber auch ein wenig beliebig und vor allem etwas spät ist, denn wenn man beweise zur these finden will, dann vielleicht in den ersten fünf folgen der ersten staffel. und die liefen 2004 im deutschen fernsehen.

    als feed les’ ich spex online ganz gerne, das geb ich hier ganz offen zu.

    Kommentar von nico, April 17, 2008

  5. Nunja. Damals hat eine andere Redaktion Spex gemacht. Die DVD-Veröffentlichung der dritten Staffel ist ein so schlechter Anlass nicht. Ich klebe an jeder Folge der Serie und genau diese Geschichte lässt mich dem Ganzen neue Aspekte abgewinnen.

    Kommentar von Walter, April 17, 2008

  6. das system ‘blog’ ist schuld. es ist diese ewige hatz nach dem nächsten scoop. wir blogger hecheln nach jeder neuigkeit. wenn dann einer kommt und die zeit und geschwindigkeit rausnimmt, dann können wir manchmal ganz schön gemein sein.

    Kommentar von nico, April 17, 2008

  7. Das ist doch vollkommen egal. Mich interessiert eben eher, wo anzusetzen wäre. Zu sagen, das Abo muss man kündigen wegen diesemundjenem Stil, okay. Wenn es um inhaltliche Kritik geht, dann her damit. Einer Redaktion ist in der Regel am wenigsten geholfen, wenn man nur liest, dass der Text nicht gefällt. Warum, ist das interessante.

    Was das aber mit dem prinzip Blog zu tun hat, verstehe ich gar nicht. Der Text könnte prinzipiell auch Online stehen, das ändert am Inhalt aber nichts…

    Kommentar von Walter, April 17, 2008

  8. wenn kritik und konstruktiv: okay – here we go walter: mehr rezensionen bitte – denn das ist mein anspruch an das spex, was ich den händen halten will.

    Kommentar von Linda, April 17, 2008

  9. Mehr Rezensionen wird es – vorerst – nicht geben. Grund: Zu viele, zu schlechte/ egale/ langweilige Alben, die dann auf 1800 Zeichen runtergedampft eine reichhaltige Meinung ergeben sollen. Dann wäre wohl eher Musikexpress was für dich: die haben im aktuellen Heft 111.

    Kommentar von Walter, April 17, 2008

  10. Die Abonnentenzahlen sind nach den Online verfügbaren IVW-Daten auf dem Level geblieben, wie sie es zuletzt unter der alten Redaktion waren. Der neue Stil konnte dem Magazin aber tatsächlich einen respektablen Kioskzuwachs bescheren. Das ist schön.

    Ich fühle mich bei der Spex einfach nicht mehr zu Hause und deshalb möchte ich sie nicht weiter im Abo beziehen. Punktum. Gut zu wissen, dass es sie gibt – und ich wünsche auch weiterhin viel Erfolg.

    Seit Jahren ärgert mich übrigens auch(jetzt wirds kleinlich aber nicht weniger wichtig), dass das Heft Schutzumschlaglos ausgeliefert wird und deshalb jedesmal unschön angefetzt in meinem Briefkasten landete.

    Kommentar von guido, April 17, 2008

  11. Womit »all die Abokündiger« etwas zu hoch gegriffen sein könnte; es fehlen außerdem noch die IVW-Quartalszahlen für 01/2008…

    Die Abokündigung bzw. die Motive dahinter will ich nicht hinterfragen. Schade, aber fair enough. Andere Punkte konnte man dann aber doch nicht unkommentiert lassen.

    Kommentar von Walter, April 17, 2008

  12. rezensionen sind so gääähn,
    das jetzige maß genau richtig.

    bei mir liegt die spex übrigens immer wie frisch vom kiosk im briefkasten..
    danke, herr briefträger!-

    ich find die spex okay wie sie ist, manchmal versteh ich ein wort oder auch einen ganzen artikel nicht (oder den sinn des ganzen..), aber hey, das animiert mich dann entweder zum recherchieren -oder zum schmunzeln, über die klugscheißerei und das nerdhafte..

    die spex sind wie tocotronic, man darf den humor dahinter nicht unterbewerten.

    Kommentar von plattenkrise, April 17, 2008

  13. die strategie die das heft jetzt fährt: sich nicht diesem hype auszusetzen, nicht allem hinterherzuhecheln und auf lange stories und interviews zu setzen,find ich gut. kann ich verstehen. haben wir mit dem fanzine aufgrund der erscheinungsweise auch nicht anders gemacht. allein die geschichten die jetzt drin sind, interessieren mich nicht mehr.

    Kommentar von nico, April 17, 2008

  14. Die absoluten Abozahlen sagen leider nichts über den Flow der Wechselabonnenten aus, wobei ich der Spex eine hohe Stammleserschaft unterstellen möchte.
    Spex füllt eine Lücke und anscheinend lohnenswerte Nische auf dem Markt der Musikzeitschriften. Ich ersetze sie nicht durch irgendein anderes Printmagazin. Da würde das Niveau zu sehr sinken. Eher durch das breitgefächerte Angebot im Internet. Mit Entschleunigung und Anziehen der intellektuellen Schraube bin ich persönlich halt nicht zu ködern. Aber ich sage niemals nie.

    Kommentar von guido, April 17, 2008

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