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NOBODY’S DIARY: DON’T YOU WANT ME, POTSDAM? |
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30-07-2005
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guido [text] und peter [bild], Juli 20, 2008 - Abgelegt unter: Comic und Illustration, Der ganze Rest
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Typ sitzt auf der Bank, schon sichtlich angeschlagen.
Springt plötzlich bei “Maria Magdalena” auf, reckt seine Faust in die Luft und brüllt:
“Warum singt denn keiner??” Dann tanzt er zärtlich mit.
Später lallt er zu mir herüber (und ich verstehe es erst beim zweiten mal):
“Wie konnte dit nur soweit kommen!!!”
“Wie?”
“Hmm.”
“Was gefällt dir denn nicht?”
“Ach, naja. Eijentlich allet in Ordnung..”
Und sackt wieder zusammen.
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NOBODY’S DIARY: DAS, WAS VOM AUFLEGEN BLEIBT. |
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25-11-2005
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guido [text] und peter [bild], Juli 13, 2008 - Abgelegt unter: Comic und Illustration, Der ganze Rest
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Es ist einfacher, Elektro-Pop zu spielen, statt Gitarrenfluss zu generieren. Es röhrt nicht so in den Ohren und reisst mehr Tänzer. Wünsche kommen dann kaum welche.
Einem Typen, der Fugazi will, erkläre ich, es sei jetzt Schmuserunde und danach Schluss. Er schielt mich verwirrt an: “Schmuserunde?!”
Ein Mädchen fordert schnellere Musik für sich und ihre Freunde, weil sie gerade erst gekommen seien – und stinkt dabei nach Kotze aus dem Mund.
Als die Sonne aufgeht, schaue ich mir zum Runterkommen Landschaftsaufnahmen von der Ostee im Fernsehen an.
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NOBODY’S DIARY: SMS GO GO. |
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10-06-2005
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guido [text] und peter [bild], Juli 6, 2008 - Abgelegt unter: Comic und Illustration, Der ganze Rest
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SMS1:
“Du glaubst es nicht. Bin grad Co-Dj auf ner 007-Mottoparty. Es ist leer. Die Gogo-Girls haben Langeweile und machen Oben-ohne-Fotos von sich. Direkt vorm Pult!”
SMS2:
“Oh Mann und ich hab so gute James Bond-Musik!”
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NOBODY’S DIARY: AUSGEBREMST EINKAUFEN. |
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03-06-2005
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guido [text] und peter [bild], Juni 29, 2008 - Abgelegt unter: Comic und Illustration, Der ganze Rest
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Es ist zehn Uhr am Freitagmorgen und ich bemerke als erstes die ungewohnte Häufung grosser Familienkutschen auf dem Parkplatz. Im Supermarkt drinnen drängeln sich dann fast nur Leute der Altersgruppe ab Fünfzig aufwärts. Die werfen nicht schnöde und schnell das Wichtigste in den Korb. Die fahren jede einzelne Reihe ab und schauen, ob es neue Produkte zu entdecken gibt. Leute ab Fünfzig aufwärts naschen an jedem Verkostungsstand. Und stehen mir ständig im Weg.
Ich habe ein Ehepaar beobachtet, das die Halle zuallererst nach Verkostungständen abgesurft hat. Ein anderes Paar hat die gesamte Zeit, die ich für meinen Wochenendeinkauf gebraucht habe, süffelnd, schmatzend und schwatzend an einem einzigen Stand zugebracht. Ich sollte dankbar sein, dass das hier Grosstadt ist, sonst würden die Leutchen hier auch noch ihre Bekannten treffen und komplette Hallenteile mit ihren Wägelchen lahmlegen.
Stresstypen gibt’s hier nur einen. Nämlich mich.
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NOBODY’S DIARY: WAS KOSTET DIE WELT? |
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21-05-2005
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guido [text] und peter [bild], Juni 15, 2008 - Abgelegt unter: Comic und Illustration, Der ganze Rest
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Messestand, früher Abend, das Gröbste ist überstanden. Mitten im Gespräch mit einem jungen Mann, der unsere Internetpräsentation lobt und heute auch Fan des Heftes werden wird, schiebt sich ein Typ zwischen die Leute. Trägt glatte Haare, deren Länge kurz vor den Schultern halt macht. Allzweckhaare, die sowohl im T-Shirt als auch im Gala-Anzug tragbar sind. Sein Gesicht bleibt regungslos. Er überreicht mir seine gezackte Karte und tippt unwirsch auf die Hefte: “Das hab ich, das nicht.”
Steht dabei da, als gehört ihm jedes einzelne unserer schönen Hefte, unser ganzer Stand, ja – unsere Seelen.
Hier steht er, der Typ “unsympathischer Promoter”.
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NOBODY’S DIARY: VERDAMMTER RAPS. |
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14-05-2005
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guido [text] und peter [bild], Juni 8, 2008 - Abgelegt unter: Comic und Illustration, Der ganze Rest
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Der Raps blüht links und rechts der Autobahn. Leuchtendes Gelb bis zum Horizont.
Gelbe Rapsfelder im Frühsommer erinnern mich an eine Kurzreise an die See, viele Jahre ist es her.
Auf der Rückfahrt nahmen wir die Landstrasse. Überall blühte Raps. Am Wegesrand eines verschlafenen Dorfes hielten wir vor einer Scheune und stiegen ins dahinterliegende Feld. Auf der gegenüberliegenden Strassenseite stand ein offenes Imbisshäuschen, in dem sich ein paar Kerle bei Büchsenbier und Wurst zu Tode langweilten. Ihre Münder und Augen standen weit offen, als wir nach einer langen Weile aus dem Raps zurückkehrten. Gedanken hätte ich gerne gelesen. Auf die Idee, dass wir Oben-Ohne-Fotos im gelben Feld geschossen hatten, wären sie wohl als letztes gekommen. Lachend stiegen wir ins Auto und fuhren weiter.
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